The Father Notebook
Over decades, this notebook returns to my father — to the few moments that existed. It records what was unknowable then and the recognitions that arrived later.
Literary writing about incest and abuse is precarious.
When the author writes from lived experience, emotional charge risks overwhelming form. When the author does not, authenticity becomes suspect. The problem is not insight, but distance.
A parallel difficulty arises on the side of the reader. Too little evidence is evasive; too much repels.
This notebook does not resolve these tensions. It tests thresholds: How little can be said while still being true? Can a case be made without drama or exaggeration? Can a reckoning be reached without judgement?
My own history is a case in point. The consequences of childhood sexual abuse did not surface in language quickly. For decades, I was unaware of their pervasive influence.
I was forty before therapy gave me a name for what I had been living with. Years later, further work revealed how profoundly those experiences had fractured my sense of self. Only then did writing become possible.
The aftermath of parental incest could be neither denied nor integrated.
The act was violent and criminal.
The perpetrator was my father, I loved him.
What form of writing could hold such disjunct facts?
I was fifty-five when I first wrote prose that approached the abuse directly. Six years later, in 2014, I completed my first literary work that could sustain it. This year, at seventy-three, I finished what I now understand as the final documentation of a last abuse scene.
The distance was not avoidance. I see now it was gestation.
Deutsch
Literarisches Schreiben über Inzest und Missbrauch ist heikel.
Schreibt die Autorin aus eigener Erfahrung, droht die Wucht der Erfahrung die Form zu überrollen. Schreibt sie nicht aus eigener Erfahrung, fragt man sich, ob es echt ist. Das Problem ist nicht Einsicht, sondern Abstand.
Eine ähnliche Schwierigkeit entsteht auf Seiten der Lesenden. Zu wenig Konkretes wirkt ausweichend; zu viel stößt ab.
Dieses Notebook löst diese Spannungen nicht auf. Es tastet ihre Schwellen ab: Wie wenig kann gesagt werden und dennoch wahr bleiben? Lässt sich ein Fall zeigen, ohne dramatisch zu werden oder zu übertreiben? Ist eine Form von Rechenschaft möglich, ohne Urteil?
Meine eigene Geschichte ist ein Beispiel dafür. Die Folgen sexuellen Missbrauchs in der Kindheit fanden lange keine Worte. Jahrelang war mir nicht bewusst, wie sehr sie mein Leben prägten.
Ich war vierzig, als eine Therapie dem einen Namen gab, was ich so lange erlebt hatte. Jahre später zeigte weitere Arbeit, wie tief diese Erfahrungen mein Gefühl für mich selbst erschüttert hatten. Erst langsam fanden sie ihren Weg in Worte.
Die Folgen elterlichen Inzests ließen sich weder leugnen noch vereinbaren.
Die Tat war gewaltsam und strafbar.
Der Täter war mein Vater. Ich liebte ihn.
Welche Form von Schreiben könnte solche unvereinbaren Tatsachen halten?
Ich war fünfundfünfzig, als ich erstmals Prosa schrieb, die den Missbrauch direkt berührte. Sechs Jahre später, 2014, schrieb ich mein erstes literarisches Werk, das ihn tragen konnte. In diesem Jahr, mit dreiundsiebzig, beendete ich, was ich nun als meinen letzten Bericht über eine Missbrauchsszene verstehe.
Der lange Abstand war keine Vermeidung. Heute erkenne ich: Es war eine Zeit des Reifens.
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